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Unser Super League Team of the Season 2021/22

Die Bolzplazz-Redaktion präsentiert ihr Super League Team der Saison!


Neutral, nüchtern und leistungsgerecht: Unsere Redaktion hat ihre Top-Elf der abgelaufenen Super-League-Saison benannt. Während zahlreiche Spieler des Meisters gesetzt waren, herrschte um die Besetzung anderer Positionen weniger Einigkeit. In die Auswahl geschafft haben es am Ende aber all jene Spieler, die toal am meisten Stimmen erhalten haben. Und nun, ohne weiter Zeit zu verschwenden...


Wir präsentieren: Unser Super League Team der Saison 2021/22:



Tor: Heinz Lindner (FC Basel)


Heinz Lindner war statistisch gesehen der beste Keeper dieser Saison. Mit überragenden 10.11 "Prevented Goals" entschärfte er die meisten Grosschancen der Liga. Zudem kam der Österreicher auch auf die höchste Anzahl erfolgreicher Paraden aller Super-League-Torhüter. Reflexstark, schnell am Boden und mit wichtiger Rolle in der Kabine: Lindner ist nicht nur ein exzellenter Torwart, sondern entwickelte sich in dieser Spielzeit beim FCB auch zu einer Leaderfigur abseits des Feldes. Dass er durch Marwin Hitz ersetzt werden soll, löst bei den Basler Anhängern Unverständnis aus.


Innenverteidiger: Mirlind Kryeziu (FC Zürich) und Andy Pelmard (FC Basel)


In der Innenverteidigung entschieden wir uns für eine Paarung aus Meister Mirlind Kryeziu und FCB-Sommerneuzugang Andy Pelmard, auch wenn andere Kandidaten wie Becir Omeragic (FCZ), Fidan Aliti (FCZ) Leonidas Stergiou (FCSG) oder Reto Ziegler (Lugano) ebenfalls gute Argumente gehabt hätten. Kryeziu galt vor der Saison eigentlich als Abgangskandidat, FCZ-Erfolgscoach André Breitenreiter transformierte den Kosovaren aber in ein unverzichtbares Puzzleteil der Meistermannschaft: Zweikampfstark, unbezwingbar in der Luft und mit einer Wucht von einem linken Fuss ausgestattet. An Kryeziu gab es in dieser Spielzeit kein Vorbeikommen, seine Verwandlung steht stellvertretend für das Zürcher Märchen.


Als Nebenmann stellen wir dem FCZ-Abwehrchef einen französischen U21-Nationalspieler zur Seite: Pelmard wechselte im letzten Sommer aus Nizza zum FCB, wo er sich sogleich zum wichtigsten Spieler in der Defensive hochschwang: Unheimlich schnell, bissig und starkes Positionsspiel – Pelmard ist wohl der spektakulärste Innenverteidiger der Liga, erlaubt sich aber dennoch kaum je einen Fehler. Tadellose Debütsaison in der Schweiz und ein verdienter Platz in der Top-Elf!


Rechtsverteidiger: Numa Lavanchy (FC Lugano)


Hinten rechts setzte sich in unserer internen Abstimmung Numa Lavanchy deutlich durch. Wäre Luzerns Mohamed Dräger (3 Tore / 7 Assists) nicht erst im Winter in die Super League gewechselt, hätte er wohl die besten Argumente gehabt. So erhält aber der nimmermüde Dauerläufer Lavanchy stellvertretend für eine starke Lugano-Saison den Zuschlag. Der Waadtländer war einmal mehr ein Schlüsselspieler im Tessiner Kollektiv und glänzte nicht nur als zuverlässige Stütze der Defensive, sondern mit sackstarken 10 Scorerpunkten (3 Tore, 7 Vorlagen) auch als offensiver Impulsgeber.


Linksverteidiger: Adriàn Guerrero (FC Zürich)


Auf links gab es in der abgelaufenen Saison einen dominanten Spieler, der alle anderen in den Schatten stellte: FCZ-Linksverteidiger Adriàn Guerrero. Der Spanier wechselte im vergangenen Jahr aus Valencia zum Stadtclub, wo er sich mit Biss, Dynamik und offensiver Gefährlichkeit sogleich unersetzlich machte. 15 Scorerpunkte (4 Tore, 11 Assists) sind ein sensationeller Wert. Damit war Guerrero als sprintstarker, gefühlvoller Linksverteidiger der zweitbeste Vorbereiter der ganzen Liga! Noch Zweifel?


Defensives Mittelfeld: Ousmane Doumbia (FC Zürich)


Fürs defensive Mittelfeld gab es erneut nur einen einzigen wirklichen Kandidaten: FCZ-Meisterheld Ousmane Doumbia. Der Ivorer legte eine sensationelle Saison hin und war der vielleicht wichtigste Spieler im Zürcher Ensemble. Zweikampfstark, umsichtig, clever und mit herausragendem Auge gesegnet – in seinem erst zweiten Jahr in der höchsten Schweizer Spielklasse ragte er als Balleroberer und Bindeglied im schnellen Zürcher Umschaltspiel heraus. Bitter für den FCZ: Doumbia verlässt den Verein ablösefrei in Richtung Lugano.


Offensives Mittelfeld: Antonio Marchesano (FC Zürich)


Auch auf der Zehn erhielt ein Spieler des Meisters die meisten Stimmen in unserer Redaktion: Antonio Marchesano glänzte als technisch versiertes Zauberfüsschen und kreativer Spielgestalter. Der Tessiner registrierte seine bis dato beste Saison als Profifussballer (20 Scorerpunkte), womit er sich auch auf den Radar von Nationaltrainer Murat Yakin gespielt hat. Noch wartet Marchesano zwar auf seine erste Nomination, stand nun aber bereits zum zweiten Mal in Folge auf der Pikett-Liste. Wendig, spritzig, torgefährlich und mannschaftsdienlich: Einem solchen Spieler zuzusehen, macht einfach Spass!


Linkes Mittelfeld: Filip Ugrinic (FC Luzern)


Im linken Mittelfeld fiel unsere Wahl auf FCL-Eigengewächs Filip Ugrinic – wenn auch nur mit einer Stimme Vorsprung vor Kastriot Imeri. In einer verkorksten Luzerner Saison war Ugrinic die einzige Konstante: Der flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler nahm einen weiteren Entwicklungsschritt und stieg zum wichtigsten Spieler seiner Mannschaft auf. Physische Power, technische Klasse, Kampfkraft und Torgefahr – Ugrinics Gesamtpaket ist herausragend. 17 Scorerpunkte (9 Tore und 8 Vorlagen) sind zudem ein fantastischer Wert. Völlig klar: Ein junger Spieler seiner Qualität ist natürlich gefragt – und muss nach seinem Wechsel zu YB sehr bald auch zu einem Thema für die Nati werden.


Rechtes Mittelfeld: Miroslav Stevanovic (Servette FC)


Rechts aussen setzte sich Servette-Maestro Miroslav Stevanovic konkurrenzlos durch. Der unscheinbare Bosnier zeigte einmal mehr eine sensationelle Kampagne und brach ganz nebenbei den Super-League-Rekord für die meisten Assists in einer Saison – deren 20 standen nach dem 36. Spieltag zu Buche. Feine Technik, brilliantes Auge und eine unglaubliche Teamplayer-Mentalität: Spieler wie Stevanovic sind eine Rarität im modernen Fussball. Der bosnische Nationalspieler hat in Genf längst Kultstatus inne – nicht nur wegen seinen tollen Leistungen, sondern auch wegen seiner Bodenständigkeit.


Sturm: Jordan Siebatcheu (BSC Young Boys) und Assan Ceesay (FC Zürich)


Auch im Sturmzentrum war die Sache schnell klar: Nichts führt an Assan Ceesay vorbei, der Gambier ist die Personifikation des Zürcher Meistermärchens. Und auch Torschützenkönig Jordan Siebatcheu darf natürlich nicht fehlen. Nur ein Jahr nachdem YB mit 31 Punkten Vorsprung überlegen den Titel gewann, ist der US-Amerikaner der einzige Berner in unserer Elf der Saison. Ein Detail, das viel über die unbefriedigende Spielzeit der Young Boys verrät. Mit starken 22 Toren schnappte sich Siebatcheu immerhin vor Ceesay (20 Treffer) die Torjägerkrone, womit wenigstens ein kleiner Trostpreis nach Bern wandert.


Trainer: André Breitenreiter (FC Zürich)


Wer einen Abstiegskandidaten in eine Meistermannschaft verwandelt, muss keine Konkurrenz fürchten beim Kampf um die Auszeichnung "Trainer des Jahres": André Breitenreiter wurde von unserer Redaktion wenig überraschend einstimmig gewählt.


Bank:

  • Yannick Brecher (FC Zürich)

  • Becir Omeragic (FC Zürich)

  • Mohamed Dräger (FC Luzern)

  • Lukas Görtler (FC St.Gallen)

  • Kastriot Imeri (Servette FC)

  • Kwadwo Duah (FC St.Gallen)

  • Zeki Amdouni (Lausanne-Sport)