• Emanuel Staub

Swiss Transfer News #3

Aktualisiert: Juli 25

Bolzplazz liefert wöchentlich ein Update zum Schweizer Transfermarkt. Wir bewerten die neusten Gerüchte und liefern einen Überblick über abgeschlossene Deals. In der dritten Ausgabe blicken wir etwas genauer auf einen FCL-Shootingstar und einen Schweizer Nachwuchsgoalie.


Der Transfermarkt mag in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie etwas gehemmt sein, doch fallen die ersten Steine einmal um, setzt der Domino-Effekt ein. Dieser wird auch Schweizer Spieler erfassen, die in diesem Sommer vor ihrem nächsten Schritt stehen. Wir haben uns auch in dieser Woche etwas genauer umgehört und liefern neue spannende Gerüchte.



Filip Ugrinic: Nach dem Durchbruch ist vor dem Big Move

Er gehört zu den Entdeckungen der Saison: FCL-Youngster Filip Ugrinic (22) hat sich prächtig entwickelt und ist zu einem unverzichtbaren Teil der potenten Luzerner Offensive geworden. Meist im zentralen Mittelfeld aufgestellt, kommt dem ehemaligen Schweizer U21-Nationalspieler die Rolle eines offensiven Achters zu, der von hinten mit Power auf die Abwehr zugeht, Lücken aufreisst und den Abschluss oder den letzten Pass sucht.


Ugrinics Zahlen lassen sich sehen: In 29 Super League-Auftritten glückten ihm 10 Scorerpunkte (4 Tore, 6 Vorlagen). In der letzten Saison war das Eigengewächs in die Eredivisie zum FC Emmen verliehen, wo er ganz offensichtlich viel gelernt hat. Unter Celestini erlebt Ugrinic seine Durchbruchssaison, und wie es nunmal oft so ist, steht danach häufig der nächste Schritt an.


Der spanischen Zeitung Estadio Deportivo zufolge, streckt La Liga-Verein Cadiz die Fühler nach dem FCL-Kraftpaket aus. Die Südspanier sind aber nicht alleine im Werben um Ugrinics Dienste: Angeblich haben ihn auch deutsche Vereine auf dem Zettel, die Luzerner Zeitung nennt etwa Union Berlin und den SC Freiburg. Der Vertrag läuft 2022 aus. Verlängert Ugrinic nicht zeitnah, wird ihn der FCL diesen Sommer abgeben müssen, will man mit ihm noch Profit erzielen. Laut Zentralplus kann sich Ugrinic aber auch vorstellen, eine weitere Saison in der Schweiz zu bleiben. Aktuelle Tendez? Schwierig zu sagen. Machen die Bundesligisten ernst, wird er wohl kaum zu halten sein.



Arthur Cabral: Wie viel wert sind 38 Tore?

Knapp 5 Millionen überwies der FC Basel im letzten Sommer an Palmeiras, um Cabral (22) nach seiner starken Debütsaison dauerhaft am Rheinknie behalten zu können. Der 1,86m grosse Mittelstürmer ist auch in dieser Saison der wohl wichtigste Spieler seines Teams. Aktuell steht er bei 18 Liga-Treffern und liefert sich damit ein Kopf an Kopf-Rennen um die Torjägerkrone mit Jean-Pierre Nsame.


Technische Beschlagenheit, unheimlich starke Athletik und ein exzellenter Killerinstinkt zeichnen Cabral aus. Ein sehr spannendes Profil, das international natürlich sehr gefragt ist. 38 Treffer hat er in 70 Pflichtspielen für den FC Basel insgesamt erzielt. Die Frage ist eigentlich nur, wie viel Geld der FCB aus Cabral machen kann. Denn dass der FCB-Torjäger selber ambitionierte Ziele hat und klar das Ausland anpeilt, ist kein Geheimnis. Der Vertrag läuft noch bis 2023, Basel winkt also ein hübscher Millionenerlös im zweistelligen Bereich, den man gut brauchen könnte.


Nau bringt die Bundesliga und Russland als mögliche neue Destinationen für Cabral ins Spiel. Gerade Deutschland würde sich auf jeden Fall anbieten. Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig sind alles Spitzenteams, die im Sommer möglicherweise in einen neuen Stürmer investieren müssen oder wollen. Der ein oder andere Klub hat Cabral sicher auf dem Zettel. Dass man den brasilianischen Ballzauberer auch noch in der nächsten Saison in Basel bestaunen darf, ist wohl beinahe ausgeschlossen.


Anthony Racioppi: Von der Ligue 1-Ersatzbank nach Deutschland?

U21-Nationalkeeper Anthony Racioppi (22) wechselte zu Beginn der aktuellen Saison von Olympique Lyon zu Dijon FCO. Ab dem 10. Spieltag war der gebürtige Genfer gesetzt und fiel mit spektakulären Reflexen und tollen Paraden auf. Racioppis teils überragenden Leistungen zum Trotz, spielte Dijon eine miserable Saison und steht schon länger als Absteiger fest.


Seit Ende März bestritt Racioppi aber keine einzige Sekunde mehr für Dijon. Selber sieht er sich für Ligue 2-Fussball wohl überqualifiziert, und so stehen die Zeichen bereits wieder auf Trennung. Wie Bolzplazz aus dem Umfeld des Spielers erfahren hat, besteht anscheinend eine Möglichkeit, dass Racioppi nach Deutschland wechseln könnte. Ob 1. oder 2. Bundesliga ist noch nicht klar, aber angeblich ist Interesse aus dem Nachbarland vorhanden.


Für Racioppi könnte sich ein ähnlicher Weg wie für Gregor Kobel abzeichnen, der ebenfalls in der 2. Bundesliga beim VfB Stuttgart durchstartete und nun zu den besten Keepern Deutschlands gezählt wird. Racioppis Situation werden wir gespannt weiter beobachten. Klar ist wohl nur, dass sein Abschied aus Dijon beschlossene Sache ist.


  • Fabio Fehr (21) zu Dynamo Dresden? Der polyvalent einsetzbare Flügelspieler sieht bei seinem Jugendverein GC keine Perspektiven mehr. Dynamo Dresden, das gute Karten auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga hat, soll Fehr gerne verpflichten wollen, berichtet 4-4-2.



  • Julian Tomka (23) vor Transfer zum FCSG? Der österreichische Innenverteidiger von Zweitligist Lafnitz ist im Sommer ablösefrei zu haben und soll laut Laola1 von St. Gallen umworben werden. Tomka ist 1,90m gross und gehört zu den zweikampfstärksten Spielern der Liga. Ein Vorgriff auf ein Abgang von Leonidas Stergiou?


  • Noah Loosli (24) verlässt Lausanne-Sport ablösefrei: Der 1,86m grosse Schweizer Innenverteidiger gehört bei LS zu den Schlüsselspielern. Einem Bericht von 4-4-2 zu Folge, wird er nach Ablauf seines Vertrages in diesem Sommer den nächsten Schritt anpeilen. Konkretes Interesse sei aus der Serie A (FC Empoli) und aus Russland (Dynamo Moskau) vorhanden.



  • FCZ will Sobiech halten: Der vom 1. FC Köln ausgeliehene Innenverteidiger Lasse Sobiech (30) wird aufgrund einer Schulterverletzung in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Sehr bitter für den FCZ, denn der 1,96m-Turm stabilisierte die Hintermannschaft merklich. Die Zürcher wollen Sobiech gerne über die Leihvereinbarung hinaus in der Schweiz halten, schreibt 4-4-2. Ein Verbleib ist aber von der Ligazugehörigkeit abhängig.


  • Neuer Stürmer für den FCZ: Laut Informationen von Blick schnappt sich der FC Zürich den Ruandischen Angreifer Lague Byiringiro (20). In seiner Heimat gilt der Stürmer als grosses Talent. Rund 300'000 Franken soll der FCZ an den ruandischen Verein APR überweisen, um sich die Dienste des Nationalspielers zu sichern. Byringiro wäre damit der erste Ruander im Schweizer Fussball.






Tomka zum FCSG? https://www.laola1.at/de/red/fussball/2--liga/news/fc-st--gallen-hat-lafnitz-profi-julian-tomka-am-zettel/


Fehr zu Dresden? https://www.4-4-2.com/challenge-league/gc-grasshoppers/exklusiv-fabio-fehr-ist-enttaeuscht-reges-interesse/


Cadiz ist im Werben um Ugrinic nicht alleine: https://www.estadiodeportivo.com/noticias-futbol/cadiz-cf/2021/05/02/ortiz-planifica-cadiz-2122-topa/334357.html