• Emanuel Staub

Loan Player Radar: GC, Lausanne-Sport & Servette

Aktualisiert: vor 6 Tagen

38 Super League Spieler sind aktuell an andere Vereine verliehen. Wie schlagen sie sich? Bolzplazz liefert zu allen Leihspielern ein Zwischenupdate. Teil 3 kümmert sich um die verliehenen Spieler von GC, Lausanne-Sport und Servette.


Grasshopper Club Zürich

3 verliehene Spieler:

  • Imran Bunjaku (29): An FC Aarau

  • Fabio Fehr (21): An FC Schaffhausen

  • Robin Kalem (19): An FC Schaffhausen


Imran Bunjaku (29): FC Aarau

Imran Bunjaku, einst ausgebildet bei GC, war jahrelang Captain des FC Schaffhausen und Chef im Mittelfeld der Munotstädter. Im vergangenen Winter wurde er Opfer einer beispiellosen Transferposse: Um zu den Hoppers zurückkehren zu können, löste Bunjaku seinen Vertrag beim FCS auf. Das Problem: GC hatte wohl auf der Kontingentsliste keinen Platz mehr frei – was dazu führte, dass Bunjaku bis zum Sommer weder spielen noch mittrainieren konnte. Bis heute ranken sich viele Gerüchte um diesen Transfer, längst nicht alle Details sind bekannt. Um ihm nach einem verlorenen halben Jahr Spielpraxis zu verschaffen, wurde der defensive Mittelfeldspieler nun zurück in die Challenge League verliehen. Beim FC Aarau gehört er zum erweiterten Stammpersonal, seit seiner Ankunft bestritt er acht von elf möglichen Einsätzen. Wie es mit Bunjaku im nächsten Sommer weitergeht, ist noch völlig offen. Sein Vertrag bei GC läuft am Ende dieser Saison aus. Er könnte die Hoppers also wieder verlassen, ohne auch nur einmal für sie aufgelaufen zu sein.




Fabio Fehr (21): FC Schaffhausen

GC-Eigengewächs Fabio Fehr, seines Zeichens ehemaliger U20-Nationalspieler der Schweiz, kann auf der rechten Seite alles spielen: Von Rechtsverteidiger, über Schienenspieler bis zum Rechtsaussen gehört alles zu seinem Repertoire. In den vergangenen zwei Spielzeiten nahm Fehr in GC's Kampf um den Wiederaufstieg eine nicht unbedeutende Rolle ein, immerhin absolvierte er für die Hoppers 39 Partien in der Challenge League (2 Tore, 7 Assists). Giorgio Contini schien in der Super League allerdings nicht auf Fehr setzen zu wollen, bereits im Frühling soll dieser über einen Abgang nachgedacht haben (damals interessiert gewesen sein soll u.a. Dynamo Dresden). Leihweise bestreitet er nun die Saison beim FC Schaffhausen, wo er allerdings ebenfalls um Spielzeit kämpfen muss: Erst einmal durfte er über 90 Minuten ran, zweimal wurde er gar bereits zur Pause ausgewechselt. Fehrs Arbeitspapier bei GC läuft noch bis 2023 – abschreiben sollte man ihn also noch nicht.




Robin Kalem (19): FC Schaffhausen

Mit Robin Kalem entsendet GC einen weiteren jungen Spieler aus der eigenen Jugend zum FC Schaffhausen. Kalem stammt aus Süddeutschland, stach den GC-Scouts an einem Hallenturnier mit seinen Dribbelkünsten derart ins Auge, dass man ihn sogleich in die eigene Akademie lotste. 23 Einsätze absolvierte Kalem bis dato für die 1. Mannschaft der Hoppers, wobei ihm 4 Scorerpunkte glückten (1 Tor, 3 Vorlagen). Der wendige Flügelstürmer soll nun in der Challenge League weiter heranreifen. Das Vorhaben geht bislang auf: Kalem kam in sämtlichen Partien zum Einsatz, erzielte in der 1. Runde des Schweizer Cups zudem einen Hattrick. Auch in den Testspielen konnte er überzeugen und liess insbesondere mit einem Viererpack gegen Promotion-League-Team YF Juventus aufhorchen. GC hält grosse Stücke auf den deutschen Tempodribbler. Kann er das Jahr beim FCS nutzen, wird ihm bald eine grössere Bühne gehören.




Lausanne-Sport

2 verliehene Spieler:

  • Stéphane Cueni (20): An Stade-Lausanne-Ouchy

  • Florian Hysenaj (20): An Stade-Lausanne-Ouchy


Stéphane Cueni (20): Stade-Lausanne-Ouchy

Die Waadtländer Nachwuchsausbildung gehört zur besten der Schweiz. Zahlreiche Juwelen reifen in den U-Mannschaften von "Team Vaud" heran. Zu diesen gehört auch Stéphane Cueni. Der zentrale Mittelfeldspieler wird auf seiner Position aufgrund seiner überragenden Technik, Ballsicherheit und Einsatzbereitschaft zu den vielversprechendsten Schweizer Talenten gezählt. In der letzten Saison reichte es Cueni bereits zu sechs Einsätzen in der Super League. Nun soll er sich bei Stadtrivale SLO in der Challenge League die Hörner abstossen. Dort ist er innert kürzester Zeit bereits zum Stammspieler aufgestiegen. Dank seiner Polyvalenz – für SLO hat er von Achter über Sechser bis zum Innenverteidiger schon alles gespielt – geniesst er ein hohes Standing bei Trainer Meho Kodro. Wettbewerbsübergreifend stand Cueni für SLO bereits in 15 Partien auf dem Platz, u.a. auch 90 Minuten beim sensationellen 4:0-Sieg über den FC Sion im Cup.



Florian Hysenaj (20): Stade-Lausanne-Ouchy

Lausanne-Sport schickte in der Person von Florian Hysenaj gleich einen weiteren eigenen Junior leihweise zum benachbarten SLO. Der kosovarische U-Nationalspieler ist in seiner Entwicklung allerdings noch nicht so weit wie Cueni. In der letzten Spielzeit absolvierte der Mittelstürmer gerademal einen einzigen Einsatz für Lausanne-Sports 1. Mannschaft. Auch bei Stade-Lausanne-Ouchy hat Hysenaj in der hochkarätig besetzten Offensive einen schweren Stand, erst ein einziger Startelfeinsatz steht zu Buche. Sein Vertrag bei seinem Stammklub läuft im kommenden Sommer auf. Kann er sich mit Toren in der Challenge League für eine Verlängerung aufdrängen?





Servette FC

2 verliehene Spieler:

  • Mathis Magnin (20): An Etoile Carouge

  • Lucas Monteiro (20): An FC Stade Nyonnais


Mathis Magnin (20): Etoile Carouge

Auch Servette verfügt über eine herausragende Nachwuchsakademie. Viel zu wenige Talente schaffen unter der Ägide von Cheftrainer Alain Geiger allerdings den Sprung ins Fanionteam. Einer dieser Spieler, denen der Schritt in die 1. Mannschaft bislang verwehrt blieb, ist Mathis Magnin. Der Innenverteidiger gilt als sehr talentiert, gehörte bis 2019 dem Kader der U18-Nati an. Nachdem er die letzte Saison leihweise bei Chiasso bestritt und dort bei seinen 19 Einsätzen zumeist überzeugen konnte, ging es für ihn nun eine Etage weiter runter: Seit diesem Sommer läuft Magnin in der drittklassigen Promotion League für Etoile Carouge auf. Auch dank einer überragenden Leistung der Servette-Leihgabe in der Abwehr, schaffte Carouge vor kurzer Zeit den historischen Cup-Exploit gegen den FC Basel. Während Magnin zu Beginn um seinen Platz kämpfen musste, ist er mittlerweile gesetzt. Kaum vorstellbar, dass es für ihn im nächsten Jahr kein Interesse aus den zwei höchsten Schweizer Ligen geben sollte.



Lucas Monteiro (20): FC Stade Nyonnais

Auch Lucas Monteiro wurde in die Promotion League geschickt. Der Schweizerisch-Portugiesische Rechtsverteidiger gab in der Saison 2019/20 sein Debüt für Servette in der Super League, konnte sich aber nicht nachhaltig aufdrängen. Die vergangene Saison verbrachte er leihweise bei Etoile Carouge, nun läuft er für Stade Nyonnais auf. Dort bekundet er viel Mühe, der Sprung in die erste Elf wollte ihm bis jetzt nicht gelingen. Monteiros Vertrag bei Servette läuft im nächsten Sommer aus, um nicht bald schon vollends von der Bildfläche des Schweizer Profifussballs zu verschwinden, muss Monteiro nun so schnell wie möglich den Tritt finden.